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Bretagne, Côte du Nord/Finistère
- 11.07. - 20.07.2002
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Nach der erfolgreichen Tour im Jahre 2001 habe ich erst richtig
Blut geleckt und somit für das Jahr 2002 eine erneute, etwas
längere und intensivere Tour in Angriff genommen. Ausgangspunkt
war erneut Guisseny. Dieses Mal sollte es allerdings in die Mitte
der Bretagne ins Dèp. Morbihan gehen und entlang der Nord-Küste
(Côte d'Armor u. Finistère) zurück nach
Guisseny.
1. Tag - 11.07.02: Guisseny - Huelgoat [80 km]
So geht es also nach einem Frühstück los. Die ersten Tage
sollen mich durchs Landesinnere an die Südküste der Bretage
bringen. Erstes Etappenziel ist Huelgoat mit seinem Sagenumwogenen
Zauberwald, dem Artus-Camp, einer Höhle tief im Wald, und vielen
sehenswerten Megalithen. Auf der wenig befahrenen D38 fahre
ich bei durchweg gutem Wetter nach Lesneven um auf der D32
weiter zum ersten größeren Ort dieser Etappe, Landividiau
zu fahren. Ab hier begebe ich mich auf die Route de Enclos paroissial.
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Es ist eine Rundtour entlang verschiedener Orte, in denen man verschiedene umfriedete Pfarrbezirke, zumeist mit einem Calvair vorfindet. Ab Commana geht die Reise noch höher hinauf in die Montagnes d'Arrées, einem der wenigen Gebirgszüge in der Bretagne. Die Straße (D764) führt mich vorbei am 383 Meter hoch gelegenen Roc'h Trévézel. Von hier hat man bei gutem Wetter einen herrlichen Ausblick, fast bis hinunter zur Küste. Am höchsten Punkt der Straße angekommen (344 m), bringt mich eine wohlverdiente Abfahrt wieder hinunter und nach wenigen weiteren Kilometern biege ich nach Huelgoat ab. Diese letzten Kilometer fahre ich durch dichten Wald, der mich ein wenig vor der Sonne schützt. |
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Ich fahre wieder wie schon im vergangenen Jahr den Zeltplatz direkt am See an. Eine Alternative ist jedoch auch der zweite Campingplatz etwas außerhalb von Huelgoat mitten im Wald gelegen, mit einer etwas attraktiveren Ausstattung wie z.B. einem Pool oder einer Lebensmittelversorgung direkt an der D769 Richtung Carhaix gelegen. Die Straße (D764) führt mich vorbei am 383 Meter hoch gelegenen Roc'h Trévézel. Von hier hat man bei gutem Wetter einen herrlichen Ausblick, fast bis hinunter zur Küste. Am höchsten Punkt der Straße angekommen (344 m), bringt mich eine wohlverdiente Abfahrt wieder hinunter und nach wenigen weiteren Kilometern biege ich nach Huelgoat ab. Diese letzten Kilometer fahre ich durch dichten Wald, der mich ein wenig vor der Sonne schützt. ich fahre wieder wie schon im vergangenen Jahr den Zeltplatz direkt am See an. Eine Alternative ist jedoch auch der zweite Campingplatz etwas außerhalb von Huelgoat mitten im Wald gelegen, mit einer etwas atraktiveren Ausstattung wie z.B. einem Pool oder einer Lebensmittelversorgung direkt an der D769 Richtung Carhaix gelegen. Von hier aus ist es nicht mehr weit um die Wanderwege zu einigen Menhieren oder dem Arthuscamp.
2. Tag - 12.07.02: Huelgoat - Caurel [74 km]
Das Wetter hat sich leider verschlechtert und so werde ich den ganzen Tag von kleinen oder größeren Regenschauern begleitet. So wie es Tags zuvor bergab ging, muß ich heute die ersten Kilometer ab Huelgoat wieder bergauf fahren. Auf der D769a fahre ich über Poullaouen nach Carhaix-Plouguer, durchquere die Stadt und fahre auf der D166 über Maël-Carhaix weiter nach Rostrenen. Ab hier geht es für kurze Zeit noch einmal weiter auf der D164 - um nicht auf der Nationalstrasse fahren zu müssen, was sich jedoch leider später nicht mehr vermeiden läßt. So geht es also die letzten 12 km auf der N164 nach Caurel. Wie bereits am Tag zuvor geht es vorwiegend bergauf, jedoch mit vereinzelten kleinen Abfahrten. Caurel liegt am Rande des Forêt de Quenégan am Lac de Guerlédan. Wenn man schon einmal hier ist, sollte man auch die Zeit nutzen, denn es gibt viel zu entdecken. |
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So z. B. einige Kilometer vor dem Ort, direkt an der Nationalstraße liegend, eine Allée couverte nahe der Gorges du Daoulas und zwei weiteren Allée couvertes nahe des Sees. Der See kann umwandert oder auf einem Ruderboot befahren werden. Der Ort selber besteht lediglich aus einigen wenigen Häusern. Es gibt keine Versorgungsmöglichkeiten. Die Campingplätze liegen direkt am See. Man erreicht sie über eine ca. 2 km lange Abfahrt, die man natürlich auch wieder zurück muß. Auch hier unten am See hat man kaum Möglichkeiten sich zu versorgen. Direkt bei den Campingplätzen befinden sich einige Restaurants, ein kleiner Badestrand und die Anlegestelle für die Ausflugsboote für eine Rundfahrt auf dem See. Ob sich's wohl lohnt?? |
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3. Tag - 13.07.02: Caurel - Sable-d'Or-les-Pins
[83 km]
Auf der heutigen Etappe ist wieder einmal Sonne pur angesagt. Zeitig
verlasse ich den Ort um mich hinauf zur Küste zu machen. Die
Steigungen nehmen, wie sollte es anders sein, erneut zu. Das bretonische
Innenland besteht ausschließlich aus kleinen und größeren
Hügeln, die es zu bewältigen gibt - ganz schön stressig.
Nach wenigen Kilometern erreiche ich Mûr-de-Bretagne,
den Hauptort in dieser Gegend. Hier ist noch einmal Zeit den Proviant
aufzufüllen, bevor es auf der D35 und der D768
nach Lamballe geht. Die Landschaft ist sehr ansprechend und
ich durchquere einige sehenswerte kleine Örtchen, die zum längeren
verweilen animieren. Lamballe besitzt einen mittelalterlichen Stadtkern.
Die engen Gassen werden von alten Häusern mit Fachwerkfassaden
umzogen. Jedoch merkt man hier schon, daß man nicht mehr all
zu weit von der Küste entfernt ist, denn die Anzahl der Touristen
und leider auch Autos nimmt gewaltig zu. Glücklicherweise kann
ich die letzten 30 km weiter auf wenig befahrenen Nebenstraßen
verbringen. Auf der D14 fahre ich über La Bouille nach
Plurin und die letzten 3 km weiter nach Sables-d'Or-les-Pins,
einem kleinen Seebad. Eine 10 m breite Straße durchquert den
Ort, zu beiden Seiten begleitet von alten Fachwerk- und Herrenhäusern
aus dem 19. Jahrhundert. Es reihen sich Hotels, Restaurants und
Kitschläden aneinander. Der städtische Campingplatz befindet
sich gleich zu Beginn des Ortes hinter einer langen Bucht.
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| 4. Tag - 14.07.02: Sable-d'Or-les-Pins - Cap Frehel - Erquy - Sables-d'Or-es-Pins
[38 km]
Der heutige Tag startet mit viel Sonne und wenig Wind. Frühzeitig
mache ich mich auf die 10 km zum Cap Frehel, denn im Allgemeinen
wird es dort im Laufe des Vormittags recht voll. Ich möchte
den frühen Vormittag somit noch nutzen.
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Auf der Küstenstraße
hat man immer wieder spektakuläre Aussichten auf das entfernte
Cap, die kleineren vorgelagerten Buchten und natürlich den Leuchtturm.
Die Klippen des Caps ragen 75 Meter über dem Meer auf. Von der
Spitze des Caps hat man einen besonders guten Blick auf die bizarr
geformten Felsen. Bei gutem Wetter und vor allem am Nachmittag kann
man von hier aus bis zur Pointe de Grouin und zur Ile de Bréhat
blicken. Naturliebhaber kommen hier aber auch auf ihre Kosten. Hunderte
von Möwen, Kormorane, Tordalke oder Trottellummen leben und nisten
hier in den Klippen. Die Wanderpfade führen teilweise sehr nahe
an den Brutplätzen vorbei und mit einem guten Fernglas lassen
sich besonders gute Beobachtungen machen. |
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Auf dem Rückweg passiere
ich Plehérel Plage mit einer fast 4 km lange Strand- und Dünenlandschaft.
Nächstes Ziel ist Erquy. Der Ort liegt geschützt
in der Baie de St.-Brieuc. Erquy ist ein beliebter Ferienort mit einem
großen Segelboot- und Fischereihafen. Entlang des Hafenbeckens
erstrecken sich Restaurants und Bars. Vor allem aber ist Erquy Zentrum
des Jakobsmuschelfangs. Für mich trotz allem kein Grund länger
zu verweilen, denn es wimmelt hier in der Hauptssaison nur so von
Touristen, wären da nicht die beiden
schönen Molenfeuer! Übrigends kann man auf
dem Wanderweg GR 34 von Erquy bis zum Cap Frehel wandern. |
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5. Tag - 15.07.02: Sable-d'Or-les-Pins - Ploubazlanec
[106 km]
Die heutige Etappe führt mich zunächst zum kleinen
Segelboothafen Le-Val-André,
der direkt vor der Hafeneinfahrt einen Leuchtturm besitzt. Entgegen
der vergangenen drei Etappen hält sich die Hügel und Steigungen
heute sehr in Grenzen.
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Die Strecke führt oberhalb
der Küste auf der D 768 entlang. Nur wenn man in einen
der Küstenorte hineinfährt, hat man bei der Ausfahrt mit
einer steilen Steigung zu kämpfen. Aber wat mut, dat mut! Denn
es erwarten mich wieder kleine aber schöööne Molenfeuer.
Große, mondäne Badeorte mit riesigen Segelboothäfen
und deren Leuchtfeuer wie die in St.
Laurent, Binic,
St.
Quay-de-Portrieux und Paimpol begleiten mich den ganzen
Tag. Dieser Küstenabschnitt ist nichts für Leute, die Ruhe
suchen. Erst hinter Paimpol, an der Pointe de l'Arcouest kehrt
endlich Ruhe ein. Der herrlich gelegene Campingplatz befindet sich
oberhalb der Pointe de l'Arcouest. Über einen Pfad gelangt man
hinunter zur Küste, wo sich direkt der Anleger für die Ausflugsboote
zur Ile de Bréhat befindet. |
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6. Tag - 16.07.02: Pause Ploubazlanec
Endlich einen Tag Pause. Diesen habe ich mir auch verdient.
Nach diversen häuslichen Tätigkeiten wie z.B. Wäsche
waschen, werde ich heute die nähere Umgebung inspizieren. Erstes
Ziel ist das etwa 4 km entfernte Fischerdörfchen Loguivy.
Entlang des Rivier le Trieux führt mich ein Wanderweg
zu diversen Sehenswürdigkeiten wie z.B. einer Allée
Couvert. Vom Wanderweg aus hat man immer wieder tolle Ausblicke
auf die Flußmündung. Auch habe ich natürlich die
Hoffnung auf ein paar Leuchttürme zu stoßen. Vom Wanderweg
erkenne ich schließlich hoch oben über dem Tal den Leuchtturm
Bodic. Er ist leider zu weit weg, um ein gutes Foto zu machen. Weiter
geht die Fahrt zurück nach Paimpol auf einen
gemütlichen Spatziergang durch die engen Gassen der Innenstadt
in denen recht wenig los ist, denn alles tummelt sich in den Bars
und Restaurants am Hafen. Hier tummeln sich dann auch die ersehnten
Leuchtfeuer, an der Einfahrt zum Segel- und Fischereihafen der Jetée
de Kernoa und etwas weiter entfernt das Oberfeuer von
Kerpalud. Entlang einiger kleiner Straßen
fahre ich direkt an der Küste zurück. Immer wieder stoße
ich auf abseits gelegene verträumte Badebuchten und kleinste
Fischerhäfen. Nahe einem diese Häfen, Porz-Don befindet
sich das sehr unscheinbare Feuer Pointe
de Porz-Don. Das Leuchtfeuer kann man nur vom Meer
aus ausmachen, denn es befindet sich im Giebel eines ganz gewöhnlichen
Hauses. Wer die Ruhe und Abgeschiedenheit sucht, hier findet man
sie in Fülle. Verpflegungsmöglichkeiten hat man in Ploubazlanec.
Und diese sollte man nutzen, wenn man nahe der Pointe de l'Arcouest
übernachtet, denn außer einem Baguett-Service auf dem
Campingplatz und einigen Restaurants am Hafen gibt es hier so gut
wie keine Einkaufsmöglichkeiten. Als ich zum Campingplatz zurück
kehre, erwarten mich eine freudige Überraschung, denn an der
Rezeption wartet bereits Karl in seinem Boliden. Wir hatten uns
vorab verabredet, denn Karl ist zur gleichen Zeit in der Bretagne
unterwegs. Viel gibt's zu bequatschen und wir planen am Hafen bei
einigen Bierchen den gemeinsamen Ausflug zur Ile de Bréhat.
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7. Tag - 17.07.02: Ausflug zur Ile de Bréhat
Die Ile de Bréhat müßte eigentlich Archipel de Bréhat heißen, denn neben der ca. 4 km langen und 1,5 km breiten Insel gibt es noch weitere sechs kleinere Inseln und unzählige kleinste Inselchen bzw. Felsen, die bei Niedrigwasser aus dem Meer auftauchen. Die Hauptinsel besteht ebenfalls fast aus zwei Inseln, die jedoch noch durch eine schmale Zunge verbunden sind, die Südinsel und die Nordinsel. Durch das milde Klima des Golfstroms wachsen vor allem auf der Südinsel zahlreiche subtropische Gewächse. Vor allem nahe des Hafens gedeihen Palmen, Zypressen, Feigen, Agaven, Oleander, Mimosen oder auch Kamelien. Die Personenfähren legen in Port Clos, einem kleinen Naturhafen an. In den Sommermonaten transportieren die Fähren täglich hunderte von Besuchern vom Festland hinüber. Auf Bréhat geht man zu Fuß oder man bewegt sich mit dem Fahrrad fort. Die einzigen motorisierten Fortbewegungsmittel sind Traktoren, die nach und nach die Pferdefuhrwerke ablösen aber auch deren Einsatz wird mittlerweile diskutiert, da er oft als PKW-Ersatz dient.
Le Bourg auf der Südinsel ist das Zentrum der Insel. Die Häuser wurden aus dem rosafarbenen Granit erbaut, aus dem auch die gesamte Inselgruppe besteht. Rund um den kleinen Marktplatz reihen sich Bistros, Restaurants und Souvenirläden aneinander. Die mannshohen Hortensien und Agaven verleihen dem Dorf eine mediterane Atmosphäre.
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Im Norden der Insel befindet
sich die Chapelle St-Michel. Von hier aus hat man vor allem aber einen
hervorragenden Ausblick. Der Wanderweg führt noch etwas weiter
bis zum Ufer, wo sich das Croix de Maudez, ein steinernes Kreuz, welches
im 18. Jh. zum Schutz der Seefahrer hier aufgestellt wurde. Baden
kann man übrigens auch, und zwar am Plage du Guerzido, ca. 500
m südöstlich von Port Clos oder am Plage de l'Eglise, ca.
200 m östlich von Le Bourg. Über die schmale Brücke
Pont Vauban gelangt man auf die Nordinsel. Es empfehlen sich hier
zwei markierte Wanderwege, in nordwestlicher Richtung der Circuit
du Rosédo und der Circuit de Paon in nordöstlicher Richtung.
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| Ich würde empfehlen, zuerst zum Phare
de Paon zu wandern, da alle zuerst dorthin wandern. Gegen
Mittag wird es dann mächtig voll und vorbei ist's mit der Ruhe.
Die Nordküste ist im Gegensatz zur übrigen Küste weitaus
karger. |
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Die satten grünen Wiesen
und die zerklüftete Küste erinnern ein wenig an Irland und
vermutlich gibt es hier mehr Schafe und Kühe als Menschen. Für
den Rückweg sollte man den Circuit de Rosédo benutzen.
So gelangt man in den westlichen Teil der Nordinsel, wo sich die Seebeobachtung
und der Phare
de Rosédo befinden.
Es gibt einige Hotels auf der Insel, direkt am Hafen oder in Le Bourg.
Außerdem werden Ferienhäuser vermietet und an der Südwestspitze
befindet sich ein Campingplatz sehr schön in einem Pinienwald
an der Felsküste gelegen.
Das alles ist ja wunderschön, wir haben jedoch den ganzen Tag
(fast) nur Augen für die Leuchttürme, die wir auf den entsprechenden
Wanderwegen zu Fuß abgeklappert haben. |
Infos zur Anreise und verschiedenen Besichtigungstouren
findet Ihr unter: http://www.vedettesdebrehat.com/
Am Hafen lassen wir den Tag revue passieren als uns plötzlich
einfällt, daß es da noch zwei Feuerchen gibt, die wir
unbedingt sehen solten. Also ab ins Auto und ins nahegelegene Loguivy
gefahren, wo sich ein Warnfeuer
auf einem Felsen neben dem Hafen befindet, welches man bei Niedrigwasser
erklimmen kann. In einiger Entfernung befindet sich dann auch im
Mundungsarm des Trieux der Leuchtturm La
Croix. Ein gelungener Abschluss für diesen Tag!
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8. Tag - 18.07.02: Ploubazlanec - Perros Guirec
- Beg Leger [107 km]
Zeitig und gut gestärkt geht es heute los, denn der Weg ist
wieder weit. Über Lezardrieux, hier befindet sich das alte
Laternenhaus von Les
Triagoz, geht es zunächst auf der linken Flußseite
über die D20 zum Phare
de Bodic und weiter zur äußersten Spitze
nach Pleubian l'Armor. Hier befindet sich die Sillon de
Talbert, eine etwa 3 km lange schmale begehbare Sandbank. Von
hier hat man eine gute Sicht auf den entfernten Leuchtturm Les
Heaux de Bréhat. Etwas weiter nordöstlich
befindet sich im Mündungsarm des Trieux noch der Phare
de Rocher Men-Grenn. Entlang einiger Fischerhäfen
führt mich der Weg weiter über die wenig befahrenen D20
nach Tréguier um wiederum zur Küste zu gelangen, dieses
Mal zum kleinen Fischerdörfchen Port Blanc.
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Der Ort lädt zum längeren
verweilen ein, da es kaum Touristen gibt und das bei einem herrlichen
Sandstrand. Nur wenige Kilometer weiter sieht die sache schon ganz
anders aus, denn ich nähere mich langsam dem völlig überlaufenem
Perros
Guirec. Zugegeben, die Küstenlandschaft ist hier eine
der schönsten der Bretagne, jedoch auf Grund der Vielzahl an
Touristen mit Hotels völlig verbaut. Der riesengroße Segelboothafen
spricht ebenfalls dafür. Somit habe ich keinen Nerv, nach den
weiteren Leuchttürmen hier Ausschau zu halten. Wenige Kilometer
weiter gelange ich zu den rosa Granitfelsen bei Ploumanac'h.
Auch hier wäre es schön, wenn es nicht so überlaufen
wäre, so aber verweile ich auf einige Fotos des Phare
de Men Ruz und fahre schließlich auf der D788
weiter. |
| Die Straße führt teilweise entlang
der Küste, wo sich immer wieder atemberaubende Ausblicke ergeben.
Erst in Trebeurden verlasse ich kurzzeitig die Küste
und folge nach wenigen Kilometern der Beschilderung nach Beg
Léguer, einem kleinen Dörfchen an der Küste,
natürlich mit einem Leuchtfeuer. Ein letztes Mal geht es steil
bergab zum Zeltplatz, mit der Gewissheit, am kommenden Morgen wieder
hinauf zu müssen. Der schön gelegene und gut ausgestattete
Zeltplatz befindet sich oberhalb zweier Buchten mit einer tollen
Aussicht über die Küste und die herrlichen Sandstrände.
Nur wenige Meter sind es und das Leuchtfeuer
von Beg Léger taucht umgeben von wilden Hecken
und Sträuchern auf.
9. Tag - 19.07.02: Beg Leger - Morlaix - St. Pol-de-Léon
[80 km]
Erstes Etappenziel soll heute der kleine Fischereihafen Locquémean
sein, der sich auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses
Léquer befindet. Leider muß ich den Flußarm über
Lannion umfahren. Ein Umweg von ca. 15 km um in das eigentlich
nur 3 km entfernte Dorf zu gelangen. Eine gar heftige Steigung am
Ortsausgang von Lannion zwingt mich zum ersten Mal während
dieser Radtour zum schieben... welch eine schmach!
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Auf der vielbefahrenen D786
mache ich bis zum Abzweig nach Locquémeau Tempo und
auf der D88 geht es 5 km im Sausetempo bergab. Der Ort ist
sehr sehenswert. Lange Sandstrände und wenig Tourismus machen
das Fischerdörfchen sympatisch. Und natürlich das hiesige
Leuchtfeuer. Die Abfahrt war nicht so steil wie
ich dachte, das muß wohl am Rückenwind gelegen haben und
so habe ich wenig Mühe wieder auf die D786 zurück
zu gelangen. Entlang der Grève de St-Michel geht es
im Eiltempo weiter nach Plestin-les-Grèves. Noch einmal hügelig
wird es 20 km vor Morlaix. Da ich Morlaix bereits im vergangenen
Jahr durchfahren habe, mache ich mich nach einer kurzen Verschnaufpause
auf die letzten 15 km nach St. Pol-de-Léon. |
| Entlang der Rade de Morlaix, einem langen
Meeresarm, der sich bis nach Morlaix zieht, geht es auf der D73
in Richtung Carantec, biege jedoch hinter Kerdanet
am Kreisverkehr auf die D173 ab, die mich auf die wiederum
viel befahrenene D58 bringt. Doch nur kurz, denn nach wenigen Kilometern
kann ich bereits auf die D769 abbiegen, die mich direkt nach St.
Pol-de-Léon bringt. In dem geschäftigen kleinen Städtchen
mit einer interessanten Kapelle oberhalb der Baie de Morlaix mache
ich noch alle Einkäufe, denn erfahrungsgemäß gibt
es bei den Campingplätzen, die sich direkt am Wasser befinden
leider diese Möglichkeiten nicht mehr. St. Pol besitzt einen
keinen Yachthafen, den man über eine Landzunge erreicht. Am
Ende dieser Landzunge befindet sich zur Markierung der Hafeneinfahrt
eine Tageskennmarke.
Entlang des Wassers kann man zuerst auf einer Straße, später
auf einer Art Wanderweg nach Roscoff wandern oder fahren. Nach ca.
2 km erreicht man den Fährhafen, wo die Autofähren nach
England und Irland an- und ablegen. Kurz danach gelangt man in einen
wundeschön angelegten Garten mit Palmen, Ginster und anderen
teilweise exotischen Gewächsen. Folgt man dem Weg weiter, so
gelangt man nach einem weiteren Kilometer in die Hafenanlage von
Roscoff, hier der Segelboot- und Fischereihafen. Auch Roscoff ist
seit längerem Anziehungspunkt für Touristen und muß
man nicht unbedingt für längere Zeit in den Sommermonaten
hier verweilen.
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| 10. Tag - 20.07.02: St. Pol-de-Léon
- Guisseny [40 km]
Der letzte Tag ist angebrochen. Nach dem gestrigen sehr heißen
Tag kann sich der Vormittag noch nicht zwischen Sonne oder Wolken
entscheiden. So läßt die Sonne einer dicken Wolkendecke
zuerst einmal den Vortritt. Zum Radfahren ist dieses Wetter jedoch
ideal.
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Wieder einmal bergauf entferne
ich mich von der Küste auf der D10 in Richtung Cleder.
In Sibril biege ich ein letztes Mal zur Küste ab nach
Moguéric, einem kleinen Dörfchen mit einem sehenswerten
kleinen Fischerhafen und zwei Leuchtfeuern.
Die Küste in dieser Gegend ist stark zerklüftet und es bieten
sich nur wenige Bademöglichkeiten an. Dieses ändert sich
jedoch, je weiter man nach Westen vorstößt. Das Land wird
flacher, besonders gut für Radfahrer, denn es gibt kaum noch
Steigungen. Einige weitere sehr schöne kleine Orte mit weiten
Badebuchten wie z. B. Porz Guen oder Goulven folgen.
Ein letzter touristischer Höhepunkt ist Brignogang Plage mit
seinen vielen kleinen Badebuchten zwischen der Pointe de Beg Pol und
der Pointe de Pontusval. |
| Hier befindet sich auch der gleichnamige Phare
de Pontusval, den ich bereits im vergangenen Jahr besichtigen
konnte. Nun sind es nur noch wenige Kilometer bis Guisseny, dem
Ziel meiner diesjährigen Etappe.
Nachdem ich nun zwei Radtouren hintereinander in der Bretagne gemacht habe, Start und Ziel war jedesmal Guisseny, jedoch jeweils in zwei völlig vereschiedenen Landschaften unterwegs war, muß ich sagen, daß die Nordküste zwischen dem Cap Frehel und Guisseny nichts für Ruhesuchende ist. Hier tobt der Bär, nicht zuletzt wegen der vielen Seebäder wie Binic, St. Quay Portrieux, Perros Guirec oder Paimpol, die sich mit ihren riesigen Segelboothäfen und Hotelanlagen voll auf den Massentourismus eingestellt haben. Sehr viel natürlicher geht es an der Südwest- und Westküste des Finistères zu, die trotz einiger Touristenhochburgen wie z.B. die Halbinsel Crozon, sehr natürlich geblieben ist.
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